Kurzantwort: Ailida beziehungsweise Aylida wird als Nahrungsergänzungsmittel gegen Impotenz und Prostatabeschwerden beworben. Für das konkrete Produkt fehlen verlässliche klinische Studien. Besonders problematisch ist die in älteren Zutatenlisten genannte Aconitum-Wurzel: Arten dieser Pflanzengattung können hochgiftige Aconitin-Alkaloide enthalten.
Warum Aconitum ein Warnsignal ist
Aconitum, auf Deutsch Eisenhut, zählt laut Bundesinstitut für Risikobewertung zu den giftigsten Pflanzen Europas. Bereits kleine Mengen können Kribbeln und Taubheit, Erbrechen, Schwindel, schwere Herzrhythmusstörungen, Atemlähmung und im Extremfall den Tod verursachen. Aconitum-Zubereitungen sind in Deutschland grundsätzlich verschreibungspflichtig, abgesehen von bestimmten stark verdünnten homöopathischen Zubereitungen.
Welche weiteren Inhaltsstoffe werden genannt?
Ältere Beschreibungen nennen Safran, Zimt, Cistanche, tierische Genitalextrakte, Ginseng, Morinda, Epimedium und schwarze Ameisen. Ohne eindeutige botanische Namen, genaue Mengen, unabhängige Analysen und eine nachvollziehbare Produktzulassung ist die Sicherheit nicht beurteilbar.
Nicht belegte Heilversprechen
- Steigerung der körpereigenen Testosteronproduktion
- dauerhafte Penisvergrößerung
- Behandlung von Prostatitis oder vorzeitiger Ejakulation
- garantierte Wirkung über 24 Stunden
- pauschale Sicherheit bei Diabetes oder Bluthochdruck
Was tun bei bereits erfolgter Einnahme?
Bei Kribbeln oder Taubheit im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Herzklopfen, langsamem Puls oder anderen Beschwerden muss sofort medizinische Hilfe beziehungsweise ein Giftinformationszentrum kontaktiert werden. Die Verpackung sollte zur Identifikation aufbewahrt werden.
Häufige Fragen
Ist Ailida ein sicheres Naturprodukt?
Nein. Die genannte Aconitum-Wurzel kann hochgiftig sein, und die konkrete Produktzusammensetzung ist nicht zuverlässig belegt.
Behandelt Ailida eine Prostatitis?
Nein, dafür gibt es keinen belastbaren Nachweis. Prostatabeschwerden müssen ärztlich abgeklärt werden.
