Kurzantwort: Erotisin wird als Tropfenmischung für Libido und sexuelle Leistungsfähigkeit beworben. Für das konkrete Produkt fehlen jedoch hochwertige unabhängige Studien, die einen verlässlichen Wirkungseintritt oder eine Behandlung sexueller Funktionsstörungen belegen.
Welche Inhaltsstoffe werden genannt?
Ältere Produktbeschreibungen nennen unter anderem Ginseng, Muira Puama und Damiana. Da sich Rezepturen ändern können, sind ausschließlich das aktuelle Etikett, die Mengen pro Tagesdosis und die Herstellerangaben maßgeblich. Erkenntnisse zu einem einzelnen Pflanzenextrakt lassen sich nicht automatisch auf eine fertige Mischung übertragen.
Ist die Wirkung belegt?
Für Ginseng gibt es einzelne Untersuchungen zur sexuellen Funktion, die Ergebnisse reichen aber nicht aus, um eine garantierte Wirkung von Erotisin abzuleiten. Für Muira Puama und Damiana ist die klinische Evidenz bei Erektionsstörungen ebenfalls begrenzt. Eine Wirkung innerhalb einer festgelegten Zeit oder eine zuverlässige Steigerung der Libido ist nicht belegt.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Pflanzliche Präparate können unerwünschte Wirkungen verursachen. Ginseng kann beispielsweise Schlafprobleme auslösen und mit Arzneimitteln interagieren. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie während einer medikamentösen Behandlung sollte die Einnahme vorher ärztlich oder pharmazeutisch geprüft werden. Die empfohlene Tagesmenge darf nicht überschritten werden.
Wann sollte man zum Arzt?
Anhaltende Erektions- oder Libidoprobleme können körperliche, hormonelle, medikamentöse oder psychische Ursachen haben. Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Beschwerden wiederholt auftreten oder belasten. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine Diagnose und keine evidenzbasierte Behandlung.
Häufige Fragen
Wirkt Erotisin bei Männern und Frauen?
Für das konkrete Produkt liegt kein verlässlicher Wirksamkeitsnachweis für Männer oder Frauen vor.
Sind pflanzliche Tropfen nebenwirkungsfrei?
Nein. Auch Pflanzenextrakte können Nebenwirkungen und Wechselwirkungen verursachen.
