Kurzantwort: Androxan wurde in Varianten mit Pflanzenextrakten beziehungsweise hoch dosiertem Argininaspartat angeboten. Für das konkrete Produkt gibt es keinen ausreichenden unabhängigen Nachweis zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion. L-Arginin kann bei manchen Männern mit leichter Erektionsstörung eine kleine Verbesserung bewirken, ersetzt aber keine Ursachenabklärung.
Welche Varianten werden beschrieben?
Ältere Angaben unterscheiden Androxan 600 mit Ingwer, Ginkgo, Maca und Yamswurzel von einer Forte-Version mit 3.000 mg Argininaspartat. Ob diese Rezepturen aktuell noch gelten, muss anhand der heutigen Verpackung und Herstellerangaben geprüft werden.
Was sagt die Forschung zu L-Arginin?
L-Arginin ist eine Vorstufe von Stickstoffmonoxid, das an der Gefäßerweiterung beteiligt ist. Die EAU-Leitlinie beschreibt in Studien eine kleine durchschnittliche Verbesserung der Erektionsfunktion. Diese kann für Betroffene kaum spürbar sein. Die Empfehlung gilt allenfalls schwach für Männer mit leichter Erektionsstörung, die nach Beratung eine medikamentöse Behandlung ablehnen.
Warum das Produkt nicht automatisch wirkt
Ergebnisse zu L-Arginin lassen sich nicht ohne Weiteres auf Androxan oder Argininaspartat in einer bestimmten Kapsel übertragen. Extraktform, Dosierung, Reinheit und Begleitstoffe beeinflussen das Ergebnis. Auch traditionelle Anwendung von Ginkgo, Maca oder Yams beweist keine Behandlung der erektilen Dysfunktion.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
L-Arginin kann Magen-Darm-Beschwerden und Blutdruckveränderungen verursachen. Besondere Vorsicht gilt bei Blutdrucksenkern, Nitraten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nach einem Herzinfarkt. Ginkgo kann die Blutgerinnung beeinflussen. Eine Kombination mit Potenzmedikamenten sollte nicht eigenständig erfolgen.
Häufige Fragen
Hilft Androxan bei Impotenz?
Für das konkrete Produkt fehlt ein belastbarer Wirksamkeitsnachweis. Bei leichter Erektionsstörung kann L-Arginin möglicherweise eine kleine Verbesserung bewirken.
Ist Androxan eine Alternative zu Sildenafil?
Nein, die Evidenz und erwartbare Wirkung sind nicht vergleichbar. Die geeignete Behandlung sollte medizinisch ausgewählt werden.
