Muira Puama

Potenzprobleme sind nicht neu und der Wunsch, durch Medikamente und Drogen dagegen zu wirken ist mindestens genauso alt. Die moderne Pharmazie vermittelt den Eindruck, dass im Kampf gegen Potenzprobleme bereits alles auf wissenschaftlicher Seite getan wurde. Betroffene, behandelnde Ärzte und Experten sehen das allerdings ganz anders.



Über die generelle Kritik an den übermächtigen Pharmakonzernen hinaus, wird daran gezweifelt, dass die modernen synthetischen Medikamente die alleinige Lösung bei Potenzproblemen darstellen. Und tatsächlich zeigen traditionelle Heilverfahren und naturnahe Behandlungsmethoden, dass insbesondere die teilweise erschreckenden Nebenwirkungen nicht ohne Weiteres hingenommen werden müssen.

Ein Wirkstoff, der vielleicht den großen chemischen Potenzmitteln schnell den Rang ablaufen könnte, stammt aus dem Gebiet des Amazonas. Die dort ursprünglich lebenden Kulturen kennen das sogenannte Potenzholz, das lang bewährte Muira Puama. Dieses Gewächs wird teilweise als so hochwirksam beschrieben, dass es mit dem Beinamen Viagra des Amazonas beworben wird.

Tatsächlich wird berichtet, dass durch die Nutzung des Muira Puama die individuelle Libido und die sexuelle Leistungsfähigkeit gesteigert werden können. Dies wird ermöglicht durch eine Erhöhung der Durchblutung der Muskeln und des Glukoseanteils im Blut. Als Folge dessen weiten sich die Blutgefäße, vor allem im Unterleib und im Penis, sodass eine bessere, längere Erektion ermöglicht wird.

Allerdings sind die Wirkstoffe des Muira Puama nicht allein auf sexuelle Funktionsstörungen begrenzt. Auch bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems und Störungen des Verdauungstraktes konnte die heilsame Hilfe des kleinen Baumes beobachtet werden. Darüber hinaus ist die potenzsteigernde Wirkung der tropischen Pflanze auch in Europa nicht unbekannt. Zwar wurde die Erkenntnis zwischenzeitlich vernachlässigt, doch im viktorianischen England wurde bereits auf diesen Wirkungsbereich hingewiesen.

Möglich macht dies ein Wirkstoffkomplex, der aus der Rinde und den Wurzeln des Muira Puama gewonnen wird. Dieser setzt sich zusammen aus einer Mischung von Fettsäuren, Sterinen, Alkaloiden, Cumarin und verschiedenen Ölen. Umsetzung und Einsatz des natürlichen Heilmittels müssen noch weiter erforscht und umgesetzt werden, um bald eine ernsthafte Alternative zu den bekannten, modernen Potenzmitteln ohne Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen zu erhalten.

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