Behandlung von Prostatitis

Prostatitis behandeln: Formen, Medikamente und Warnzeichen

1 minute, 33 seconds Read

Kurzantwort: Die Behandlung einer Prostatitis hängt von ihrer Form ab. Bei einer akuten oder chronischen bakteriellen Prostatitis können passende Antibiotika notwendig sein. Beim häufigeren chronischen Beckenschmerzsyndrom ist dagegen meist eine individuell kombinierte Behandlung sinnvoll; wiederholte Antibiotika ohne Infektionsnachweis helfen nicht automatisch.

Welche Formen gibt es?

  • Akute bakterielle Prostatitis: plötzliches Krankheitsgefühl, Schmerzen, Beschwerden beim Wasserlassen und häufig Fieber.
  • Chronische bakterielle Prostatitis: wiederkehrende bakterielle Infektionen über längere Zeit.
  • Chronisches Beckenschmerzsyndrom: länger anhaltende Beschwerden, bei denen häufig keine Bakterien nachgewiesen werden.

Wie wird untersucht?

Zur Diagnostik gehören Anamnese, körperliche Untersuchung und Urinuntersuchungen. Je nach Beschwerden können Blutwerte, Ultraschall oder weitere urologische Tests sinnvoll sein. Ein Blutbild allein bestimmt nicht automatisch das passende Antibiotikum.

Behandlung der bakteriellen Prostatitis

Bei nachgewiesener oder stark vermuteter bakterieller Ursache wählt der Arzt ein geeignetes Antibiotikum und die notwendige Behandlungsdauer. Das Medikament sollte genau wie verordnet eingenommen werden. Selbstmedikation und übrig gebliebene Antibiotika sind ungeeignet.

Chronisches Beckenschmerzsyndrom

Hier gibt es selten eine einzelne Lösung. Je nach Beschwerdebild kommen entzündungshemmende Medikamente, Alpha-Blocker bei Problemen beim Wasserlassen, Beckenbodenphysiotherapie, myofasziale Behandlung, psychologische Unterstützung und weitere Schmerzverfahren infrage. Die EAU empfiehlt eine multimodale, an den individuellen Symptomen ausgerichtete Strategie.

Wann ist es ein Notfall?

Fieber, Schüttelfrost, starke Schmerzen, Kreislaufprobleme oder die Unfähigkeit zu urinieren erfordern eine rasche ärztliche Abklärung. Eine akute bakterielle Prostatitis kann schwer verlaufen.

Häufige Fragen

Beeinflusst Prostatitis die Erektion?

Schmerzen, Entzündung, Stress und Angst können Sexualfunktion und Ejakulation beeinträchtigen. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Form und den Beschwerden.

Helfen Wärme und pflanzliche Mittel?

Wärme kann subjektiv angenehm sein. Für einzelne Pflanzenpräparate gibt es begrenzte Hinweise, sie ersetzen aber weder Diagnostik noch eine notwendige Antibiotikatherapie.

Quellen

Diese Informationen ersetzen keine urologische Untersuchung.

Similar Posts

Schreibe einen Kommentar

Zur Warteliste hinzufügen Wir informieren Sie, sobald das Produkt wieder auf Lager ist. Bitte hinterlassen Sie unten Ihre gültige E-Mail-Adresse.