Sexualtherapie und Krankenkasse

Bei verschiedenen sexuellen Schwierigkeiten einzelner Personen, aber auch bei Paaren, bietet die Verhaltenstherapie das Mittel der Sexualtherapie an. Auch sexuelle Störungen gehören in den Behandlungsbereich dieser Sparte der Psychologie. Hier wird dort begonnen, wo der Patient einen Leidensdruck verspürt und Linderung notwendig wird.

Tatsächlich sind erstaunlich viele Menschen, auch in Partnerschaften, unzufrieden mit dem eigenen Sexleben und es wird von sexuellen Störungen berichtet. Erektile Dysfunktion und Impotenz sind wichtige Gründe, aus denen psychologische Hilfe gesucht wird. Und Hilfe wird angeboten bei zahlreichen anderen sexuellen Problemen und partnerschaftlichen Unstimmigkeiten.

Die Frage nach der Kostenübernahme richtet sich für die gesetzlichen Krankenkassen nach den sogenannten Richtlinienverfahren. Weil die Sexualtherapie allerdings nur unter festgelegten Bedingungen übernommen wird, scheuen sich viele Betroffene vor dem Therapiebeginn. Hinzu kommt, dass die flächenmäßige Abdeckung mit Sexualtherapeuten erschreckend gering ist. Betroffene wenden sich in fast allen Fällen aus eigenem Antrieb an Therapiestellen und nicht, weil Allgemeinmediziner eine Notwendigkeit zur Behandlung sehen.

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen darum zwar grundsätzlich die Kosten für eine Sexualtherapie. Allerdings wird dem nur zugestimmt, wenn eine seelische oder körperliche Erkrankung besteht und die Sexualtherapie medizinisch fundiert ist mit Aussicht auf Heilung. Dient die Therapie nicht zur Heilung oder Linderung einer vorhandenen Krankheit, wird sie von den gesetzlichen Krankenkassen zumeist nicht getragen. Deshalb ist es im Vorfeld immer notwendig, dass ein Behandlungsbedarf festgestellt wird und dass dieser durch die spezielle Therapie Aussicht auf Erfolg verspricht. Die Beurteilung dazu findet durch Urologen, Psychologen und spezielle Beratungsstellen statt.

Leider besteht derzeit hierzulande kein Standardverfahren für Allgemeinmediziner, das auch die sexuelle Gesundheit der Patienten berücksichtigt. Schwierigkeiten mit der eigenen Sexualität müssen deshalb zumeist durch Eigenantrieb und Initiative stattfinden. Die Frage nach der Kostenübernahme und die aufwendige Suche nach Experten zur Bewertung und Spezialisten zur Behandlung erschwert eine mögliche Behandlung außerdem. Sexualtherapie ist ein gutes Mittel zur individuellen Betreuung auch bei erektiler Dysfunktion, doch leider sind Praxis und Umsetzung bisher mit erstaunlichen Hürden verbunden.

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