Welche Veränderungen treten im Körper auf, wenn ein Mann mit dem Sex aufhört?

Die Gründe für einen plötzlichen Verlust des eigenen Sexlebens können vielfältig sein. Meist führen körperliche oder seelische Erkrankungen, Verletzungen oder Alterserscheinungen dazu, dass sich das Sexleben verändert oder gar komplett ausbleibt.



Doch wie sieht es aus, wenn ein Mann mehr oder minder einfach so von heute auf morgen keinen Sex mehr hat? Und damit ist gemeint weder Geschlechtsverkehr noch Masturbation oder Pornokonsum. Also, Null Sex von jetzt auf gleich und auch keine heimliche Alternative.

Zuerst wird vermutlich nicht viel anders sein. Es mag etwas Gewöhnung bedeuten, sich bei jedem Gedanken an Sex abzulenken. Diese Gedanken könnten außerdem häufiger aufkommen, doch im Grunde ist diese Reaktion nicht unerwartet. Männer, die wenig Sex haben oder kaum masturbieren, bekommen während der Nacht tortzdem Erektionen und auch Samenergüsse im Schlaf. Es handelt sich dabei um eine Art natürliche Regulation, bei der die fertigen Spermien schlichtweg Platz machen müssen für die neuen. Darum ist ein Verzicht auf Sex für eine gewisse, überschaubar kurze Zeit durchaus nicht gesundheitlich bedenklich.



Im weiteren Verlauf ist es dann entscheidend, wie die Umstände zur sexuellen Enthaltsamkeit zuspielen. Es gibt nämlich durchaus die medizinische Ansicht, dass ein plötzlicher und über einen längeren Zeitraum praktizierte Abstinenz beim Mann zu sexuellen Funktionsstörungen führen kann. Man spricht hierbei vom sogenannten Witwersyndrom. Damit werden jeden Potenzstörungen beim Mann bezeichnet, die sich in der Folge eines längeren Ausbleibens von Sex einstellen. Dies kann individuell bis zur kompletten Impotenz führen, obwohl der betroffene Patient durch körperlich gesund ist.


Die Symptome des Witwersyndroms ergeben sich aufgrund von zwei Ursachen. Der erste Grund ist ein niedriger Testosteronspiegel. Das Niveau dieses Sexhormons im männlichen Körper ist unter anderem abhängig von regelmäßiger sexueller Stimulation. Bleibt diese über eine längere Zeit aus, so lässt sich bei vielen Betroffenen ein im Vergleich niedrigerer Testosteronspiegel feststellen.

Ebenfalls zur sexuellen Funktionsstörung trägt das mangelnde „Training“ der Penisschwellkörper bei. Diese reagieren schließlich nicht anders als andere Muskeln. Werden sie stetig gefordert, so bilden sie sich kräftig auf. Werden sie nicht viel genutzt, so bleiben die Muskeln schlaff und schwach. Dasselbe gilt darum auch für den Penis. Wer regelmäßig Sex hat, stärkt quasi seine Potenz. Bleibt diese Stimulation womöglich über Jahre hinweg aus, so geht auch häufig langsam die Fähigkeit zur Erektion verloren.

Es lässt sich also sagen, dass ein strikter Verzicht auf Sexualität beim Mann durchaus zu körperlichen und geistigen Problemen führen kann.

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